Kulturibo
Nikos Chatzivasiliadis
Nikos, der begabte Singer-Songwriter aus Heidelberg mit Wurzeln in Oberstenfeld, überzeugt seine Zuhörer durch bravourös interpretierte Cover Songs und virtuosem Gitarrenspiel. Jedes Jahr ist er auf dem Fleckenfest zu hören und war mehrmals als Duo "Layrs" beim Jugend-Band-Contest auf dem Wunnenstein dabei.
Neben der Gitarre setzt er gekonnt eine Loop Station ein und seine Lieder zeigen Einflüsse von Pop über Indie bis Hip-Hop. So entsteht ein ehrlicher Sound, der durch die Loop Station erstaunlich voll wird und niemanden unberührt lässt.
Eintritt frei, es wird mit der Kulturbox für den Künstler gesammelt.

Entfällt bei Regen!
Bitte beachten Sie die Vorgaben des Hygienekonzepts, auf das vor der Veranstaltung hingewiesen wird!
Kächeles
Ein schwäbisches Ehepaar spricht niemals schlecht über die eigenen Freunde und interessiert sich weder für die Hobbys der Bekannten noch über die anstehenden Gartenarbeiten des Nachbarn. Nein, für die Kächeles ist dies alles kein Anlass zur Neugierde. Was man nicht weiß macht einen schließlich nicht heiß.

Es sei denn die Freunde haben ungebetenen Besuch angekündigt, die Bekannten fahren schon in den dritten Jahresurlaub, der Nachbar mäht seinen Rasen viel zu spät, wäscht abermals sein Auto vor dem Haus und läd danach noch die Verwandtschaft zum Grillfest ein, weil der Wind an diesem Tag aus der falschen Richtung weht. Diese Themen wirken bei den Kächeles so schnell wie das bekannte Öl im Feuer. Hier müssen sämtliche Sinne geschärft, die Ohren gespitzt und alle notwendigen Informationen angesaugt werden. Das ist „Dorftratsch Deluxe“! Überlebenswichtig. Elematar. Über alles entscheidend.

Im brandneuen Programm „Dorftratsch Deluxe“ sind Ute Landenberger und Michael Willkommen als Käthe und Karl-Eugen Kächele wieder voll in ihrem Element. Es gibt kein Thema und kein Ereignis, über das sie sich nicht mit dem ihnen eigenen - mal ironisch subtilen, mal krachenden - schwäbischen Humor das Maul zerreißen würden. Dass dabei der interne Ehezwist nicht zu kurz kommt, versteht sich von selbst. Der verbale Kampf der Geschlechter ist schließlich seit über 15 Jahren die Paradedisziplin der Kächeles.

Ihre Bühnenprogramme und die darin präsentierten Pointen sind derart treffsicher mitten aus dem Leben gegriffen, dass sich jeder einzelne Zuschauer auf vielfältige Weise darin wiederfindet. Und genau darin liegt der Reiz: Die beiden begnadeten Spaßvögel setzen konsequent auf umwerfende Situationskomik, unverfälschten Dialekt und die durchschlagende Wirkung ihrer Figuren. Gespickt mit Gags und Witzen am laufenden Band gewähren die Kächeles einen tiefen Einblick in den Irrgarten eines schwäbischen Ehelebens.

Mehr auf www.kaecheles.de

Kartenreservierung zu 18€ je Karte ausschließlich telefonisch unter der +49 7062 22 006

Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung verschoben. Karten behalten ihre Gültigkeit oder Betrag wird rücküberwiesen.
Bitte beachten Sie die Vorgaben des Hygienekonzepts, auf das vor der Veranstaltung hingewiesen wird!
Long John Foxes
Jazzfrühschoppen
Long John Foxes
Die Long John Foxes spielen einen mitreißenden Swing und Dixieland Jazz. Launige Texte, eingängiges Kollektivspiel und gekonnte Improvisationen bieten ein kurzweiliges Vergnügen. Bringen Sie gute Laune mit - für die Musik sorgen wir.
Eintritt frei
Form und Farbe
Eröffnung 45. Form und Farbe Ausstellung
Form und Farbe
Heimische und regionale Künstler und Kunsthandwerker zeigen in dieser traditionellen Ausstellung ihre Arbeiten.
Eröffnung mit Musik und Wein der Bottwartaler Winzer am Mitwoch den 04.11. um 20 Uhr
Donnerstag, 05.11. geschlossen
Freitag, 09.11. 14:00 - 18:00 Uhr
Samstag, 10. u. Sonntag 11.11. 11:00 - 18:00 Uhr

Schirmherr: Gemeinde Oberstenfeld
Eintritt frei
Senay Duzcu
„Hitler war eine Türkin?!“
Senay Duzcu
Echt jetzt? War Hitler eine Türkin?

„Du Hitler“ wurde sie von einem nichtdeutschen Mitbürger im Zug beschimpft, als sie ihn bat, sein Rad ordentlich abzustellen, damit die Fahrgäste in den Zug einsteigen können.
Eigentlich will Senay Duzcu doch nur richtig in Deutschland ankommen und die Ordnung achten. Als der Komikerin beim Schminken vor einem Auftritt der künstliche Wimpernstreifen versehentlich vom Oberlid auf die Oberlippe schwebt, fällt es ihr wie Schuppen von den Augen: Man kann es mit dem „Anpassen“ auch übertreiben.
Jeder Versuch, ihr einen Stempel aufzudrücken, scheitert: Als Deutsch-Türkin ist sie den Ewiggestrigen „zu modern“, den Jüngeren „zu traditionsgebunden“, den Männern als selbstständige Frau „zu emanzipiert“.
Sie ist eine explosive Mischung. Die Tochter aus einer klassischen Gastarbeiterfamilie sprengt jede Schublade: Sonderschülerin und Stipendiatin für Hochbegabte. Legasthenikerin mit Architektur-Diplom.
Ihre streng muslimischen Eltern steckten sie in eine katholische Klosterschule.
Unter anderem hatte Senay daher Probleme, einen passenden Ehemann zu finden.
Ihre sehr tolerante Mutter sagte immer zu ihr: „Es ist nicht schlimm, Kind. Du kannst einen Nicht-Moslem heiraten, Hauptsache, er wird zu einem Moslem … beschnitten.“
Auch als Architektin wurde sie nie ernstgenommen. Auf der Baustelle riefen ihr die türkischen Bauarbeiter zu: „Kommen Sie in zwei Wochen, dann dürfen Sie putzen!“
Es allen recht machen zu wollen, hat sie nun endgültig aufgegeben, denn das geht immer schief. Stattdessen lebt sie schamlos ihr Doppelleben als türkische Frau mit deutschen Ansichten und als deutsche Ayse mit türkischen Wurzeln.

Seit vielen Jahren gehört Senay zu den besten Comedy-Migrantinnen des Landes.
Die Komikerin macht Comedy mit Tiefgang und in ihrem neusten Programm erzählt sie ihre eigenen Erfahrungen im Alltag und setzt dem Ganzen mit lebendiger Mimik und Gestik das Sahnehäubchen auf. Jetzt steht sie mit spitzer Zunge und einmalig erfrischender Selbstironie mit neuem Programm auf der Bühne.
Dabei lässt sie fast keine Nationalität aus und lehrt die Nazis, dass die Osmanen schon längst nicht mehr von den Toren Wiens stehen, sondern stattdessen gemütlich auf ihren Balkonen im Ruhrgebiet ganze Lämmer grillen.
Und nicht vergessen: Augenwimpern gehören nicht unter die Nase. Ein Damenbart ist da viel schöner.
In ihrem Programm nimmt sie nicht nur „typische Migrantenthemen“ ins Visier, sondern sie greift so ziemlich alle Themen auf, die die Damenwelt (und ganz sicher auch den ein oder anderen Herrn der Schöpfung) bewegen. Die Komikerin war schon in zahlreichen Sendungen zu sehen wie zum Beispiel dem Satiregipfel, der Ladies Night, usw.
Einlass um 19:30
VVK: 15 €; AK: 18 €; Schüler/Studenten: 9 €
Sabine Essinger
Die „Typenkabarettistin“ Sabine Essinger – manche sagen auch „Schlabbarettistin“ – verwandelt sich in ihrem Programm „Selber!“ in Sekundenschnelle in 13 verschiedene weibliche Mitglieder der Familie Fleischle, von der schwäbischen Hausfrau zur Schicki-Micki-Tussi, vom Baby zur Oma zu zwei ziemlich besten Freundinnen, von der Hypochonderin zur bumsfidelen Männerversteherin zu deren badischen Landsmännin, von der Frustituierten zur Prostituierten, der französisch-schwäbischen Chansonneuse zur Jodelexpertin – und, es kommen immer wieder neue dazu!

Sabine Essinger behandelt Alltagsthemen, übertreibt, spitzt zu, karikiert, aber: alles selber erlebt, beobachtet, selber gesammelt und verarbeitet, komponiert und gespielt. Zur selber umhäkelten E-Gitarre, Ukulele und Quietschkommode wird alles selber gesungen und gejodelt – eben typisch schwäbisch: „Am liebschda älles selber mache“, aber dabei genussvoll vor sich hinbruddla: „Älles muss mr selber macha!“

Sabine Essinger liebt feinsinnigen, aber auch kalauernden und vor allem schwarzen Humor. Über Erotik, beziehungsweise Fleischleslust, die im Kabarett ja nicht fehlen darf, wird gern hintenrum geschwätzt, aber jeder weiß selber, was „gmoint isch“. Gell, ond au des, was da in dem Programm vorkommt, hat mr doch fei irgendwie irgendwo scho mal älles selber erlebt!

„Fleckabäs!“ – „Selber!“

„Ratschkätter!“ – „Selber!“

„Schwertgosch!“ – „Selber!"

Vorverkauf: Gasthof Ochsen Prevorst und Bücherstube Oechsle, Oberstenfeld
Saalöffnung 19 Uhr (Erscht wird was gässa!)
VVK: 14€; AK: 16€
Serhat Doğan
"Kückück!" - Ein Türke sieht Schwarz-Rot-Gold
Serhat Doğan
Serhat Doğan – der Kölner Stadtanzeiger bezeichnete ihn als „Naturtalent“, von Bastian Pastewka ist der Satz überliefert: „Dieser Mann ist unglaublich!“ – und sie haben beide recht.

2004 kam Serhat aus der Türkei – ohne nennenswerte Deutschkenntnisse. Heute ist sein Deutsch zwar immer noch nicht perfekt, aber sein Gefühl für die deutsche Sprache so ausgeprägt, dass er uns pointiert zum Lachen bringt. Serhat Doğan ist ein sympathischer Zeitgenosse, ein Musterbeispiel für gelebte Integration mit all ihren Haken und Ösen, mit all ihrem Irrsinn – da steht ein türkischer Heinz Erhardt vor einem – ohne Gedichte, aber mit ebenso hintersinnigem Humor, ebenso pointiert wie ausgestattet mit einem exzellenten Timing.

In seinem aktuellen Programm redet Serhat Doğan über Deutsche, Türken und Deutsch-Türken, über Männer und Frauen, über Machos und Weicheier … und Kuckucksuhren.

Ihren besonderen Reiz zieht Serhat Doğans Culture-Clash-Comedy aus dem großen „Warum“. Mit einer überaus sympathischen, fast kindlichen Neugier geht Serhat den Fragen des Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen auf den Grund und findet im Absurden den Schlüssel für gelebte Integration. Politisch korrekt ist hier gar nichts, aber dafür richtig komisch!

Dabei plaudert seine Bühnenfigur entspannt aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz: Serhat hat sich nach seiner Einreise aus der Türkei 2004 mittlerweile so an seine neue Heimat gewöhnt, dass er sogar im Winter Fahrrad fährt und dabei an roten Ampeln hält. Wenn dieser Türke dann mit einer Sozialpädagogin zusammenzieht („Sabine wollte das so sehr, dass es für uns beide gereicht hat“), und danach beim Aufhängen seines Fenerbahce-Wimpels die Feng-Shui-Regeln beachtet, dann bekommt der Begriff „Integration“ eine völlig neue – irrwitzig komische - Bedeutung. Es ergeben sich ungeahnte Einblicke in die deutsche Psyche, die Serhat nur mithilfe zwei weiterer deutschen Traditionen verarbeiten kann: Bier und Jägermeister.

Deutsche neigen zu komischen Angewohnheiten: Sie richten ihre Möbel nach Energieströmen aus, hören Musik mit seltsamen Texten und erklären ihren Hunden die allgemeine Verkehrsordnung. In der Türkei ist eben vieles erheblich einfacher und unkomplizierter. Oder vielleicht doch nicht? Auf jeden Fall aber wissen türkische Männer besser beim Tanz zu flirten…

Als Autoren für sein Programm konnte Serhat prominente Unterstützung gewinnen: Moritz Netenjakob ist nicht nur sein Schwager sondern auch u.a. Grimme-Preisträger, Autor für z.B. Wochenshow, Switch, Stromberg u.v.m., Joy Chun schreibt u.a. für Ladykracher, die Teddy-Show, Luke Mockridge…

Den härtesten Job aber hatte seine Schwester: Hülya Dogan-Netenjakob hat versucht, das Talent ihres Bruders für dieses Programm zu kanalisieren. Überprüfen Sie selbst, ob ihr das gelungen ist.

Weitere Infos: www.serhatdogan.de
VVK: 18 €; AK: 21 €; Schüler/Studenten: 11 €